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Seit Jahrhunderten wurde von den Braumeistern der Familie „Schmid“ im Herzen von Waldmünchen flüssiges Gold gebraut, bis zuletzt vor Ende des zweiten Weltkrieges. Daneben gehörte die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Güter zum alten „Schmid“, welche im Jahre 1959 endgültig der florierenden Gastronomie weichen musste. Wie Sie den Steintafeln im Eingang zur Bierstube sowie im Rückgebäude des Hauses entnehmen können, wurde das in früheren Jahren mehrfach abgebrannte Haus von einem gewissen „Daniel Brückl“ wieder errichtet. Die enormen finanziellen Belastungen zwangen den Bauherrn anno 1869 das Gut zur Versteigerung frei zu geben. 1871 kam das Haus dann in Besitz von „Johann Nepomuk Schmid“, geboren im Jahre 1841, und dessen Gattin „Anna Rockinger“, einer Waldmünchner Garkochstochter.
Die originalen Übergabe- und Versteigerungsurkunden sind überliefert sowie weitere Dokumente aus jener Zeit. „Brückl“ und dessen Familie wanderten in die neue Welt aus, freundschaftlichen Kontakt pflegen wir noch heute. Der aus Gleißenberg stammende Braumeister „Schmid“ gab dem heutigen „Schmidbräu“ seinen Namen. Durch schwere Zerstörungen am Haus und den Brauereigütern erfolgte in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg ein Neuaufbau in Form der ersten einfachen Gastronomie durch die Familie „Reimer“, welche in verwandtschaftlichen Beziehen zu den ursprünglichen Eigentümern stand. Ausser dem Namen verbindet das „Hotel Schmidbräu“ aber noch vieles mehr mit dem alten „Schmidbräu“: So etwa die in der ursprünglichen Form erhaltene Brauereieinfahrt oder etwa zahlreiche Utensilien des täglichen Brauereibetriebes.
In der jetzigen so gemütlichen Bierstube mit Kachelofen und im Speiseraum befanden sich einst ein Kessel- und Sudhaus. Noch erhaltene Pläne, welche Sie gerne im Speiseraum durchstöbern können, zeugen von der traditionsreichen Vorgeschichte. Auch die von uralten Steingewölben umrahmten Bierkeller, den Pferdestall sowie der einstige Heustadl, mittlerweile eine komfortable Lounge für die Hausgäste, lassen in eine ferne Welt entschweifen. Unter dem Heustadl befindt sich der Lager- und Eiskeller. Das zur kühlen Lagerung des Gerstensaftes notwendige Eis wurde mit Kutschenwagen vom „Irlweiher“, einem etwa 15minütig entfernt gelegenen Weiher, geschlagen und herangekarrt. Die 1812 erstmals eingetragenen Eisrechte haben noch immer Bestand.
In den Zeiten des Wirtschaftswunder erlebte das „Hotel Schmidbräu“ eine wahre Blüte. Es folgten kontinuierliche Neugestaltungen und Erweiterungen durch die Folgegenerationen unter Leitung von Franz Reimer sowie dessen Sohn Hans Reimer senior. Während dieser Zeit erhielt der Schmidbräu seine jetzige Form, nach der „Deutschen Hotelklassifizierung“ mit drei Sternen bewertet.
Hans Reimer übernahm das Hotel von seinen Eltern im Jahre 1977 und leitete es 30 Jahre lang bis zum Jahre 2008. Es war eine harte Arbeit voller Mühen und Entsagungen.
Er hat das Hotel bis zur heutigen Gestalt ausgebaut. Das bedeutet 28 Zimmer in drei Etappen, eine neue Küche und einen neuen Saal.
Darüber hinaus war er auch ein ausgezeichneter Chefkoch.
Wir hoffen, dass Ihnen dieser Ausflug in die lange Geschichte unseres Hauses gefallen hat.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt im Hotel Schmidbräu.
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